Osterkonzert des Bruckner Akademie Orchesters

Bruckner Akademie Orchester – 11.03.2011 – openPR

Richard Wagner: Lohengrin:

Vorspiel zum I. Akt und Vorspiel zum III. Akt Tristan und Isolde: Vorspiel und Isoldes Liebestod Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-moll op. 98

„Begeistert und begeisternd“ (SZ): Das Bruckner Akademie Orchester unter der künstlerischen Leitung des katalanischen Dirigenten Jordi Mora trifft sich zweimal jährlich zu einer konzentrierten Arbeitsphase. Durch seine methodische und lebendige Orchesterarbeit und den hohen Anspruch seiner Programme ist das Bruckner Akademie Orchester zu einer Plattform für ambitionierte Musiker aus dem In- und Ausland geworden.

Das aktuelle Programm mit Wagner und Brahms verbindet zwei Musiker, die zeitlebens eher kühle Distanz wahrten, da sie sich verschiedene Lagern zugehörig wähnten – neudeutsche vs. dauerhafte Musik. Abgesehen von den unterschiedlichen Genres, in denen die beiden Komponisten arbeiteten, bietet das Programm die Möglichkeit, selbst die Differenzen und Berührungspunkte auszuloten. Die Kompositionen zählen zu den jeweiligen Hauptwerken beider.

Wagners romantische Oper Lohengrin, in den 1840er Jahren entstanden, wurde am 28. August 1850 in Weimar unter dem Dirigat von Liszt zum ersten Mal aufgeführt. In den beiden berühmten Vorspielen ist bereits die Leitmotivtechnik hörbar: bei dem zum 1. Akt wird das Motiv des Heiligen Grals vorgestellt, bei dem zum 3. Akt erstehen orchestral die Hochzeitsfeierlichkeiten.

Die Uraufführung von Wagners Tristan und Isolde fand am 10. Juni 1865 in München unter der Leitung von Hans von Bülow statt. Das Vorspiel dazu war allerdings bei einer ersten konzertanten Aufführung 1860 vom Publikum abgelehnt worden. Die Schlussmusik, die heute meist als „Liebestod“ bezeichnet wird, nannte Wagner selbst übrigens „Isoldes Verklärung“.

Brahms, der letzte Klassiker und gleichzeitig weit voran auf dem Weg zur Romantik, dirigierte selbst die Uraufführung seiner letzter Sinfonie am 25. Oktober 1885 in Meiningen. Das ungewöhnliche, beeindruckende Werk mit der mittlerweile wohl bekannten Chaçonne im 4. Satz stieß zunächst auf gemischte Reaktionen von enthusiastischem Beifall bis zu schroffer Ablehnung. Für Brahms ist die Vierte ein Schlusspunkt. Obwohl er noch zwölf Jahre lebt, komponiert er bis zu seinem Tod keine großen Orchesterwerke mehr.

Gabi Sabo
die kulturbananen
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